Der Schulweg für die etwa 300 Schüler des Campus um Ewent gestaltet sich unterschiedlich:
Die Syrener Strasse ist dabei ein gefährliches Nadelöhr, das von allen benutzt werden muss. Die Strasse ist eng und die Bürgersteige schmal, so dass z.T. keine zwei Personen nebeneinander gehen können. Die Bürgersteige sind notdürftig durch Metallpfähle von der Fahrbahn abgetrennt. Auf dieser Strasse ist ein starker Durchgangsverkehr zu verzeichnen, insbesondere auch in den Morgenstunden, wenn unsere Kinder auf dem Schulweg sind: ein Kind, das morgens in 15 Minuten vom "Henkeshaus" bis zum Schulkomplex geht, begegnet in dieser Zeit etwa 250 Fahrzeugen !
Die APE ist besorgt um die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer an dieser Strecke, besonders aber jener Kinder, die zu Fuss, mit Tretroller oder Fahrrad hier entlang müssen, um in die Schule oder von dort wieder nach Hause zu gelangen.
Es wurde ebenfalls festgestellt, dass Schüler aus verschiedenen Strassen den vorhandenne Busdienst nicht sinnvoll nutzen können. Es handelt sich um die
Der Vorstand befasst sich seit der Eröffnung des Campus - und sogar bereits während der Bauphase - mit diesem Problemfeld. Dieses Jahr wurde beschlossen, es nicht bei informellen Gesprächen mit den Verantwortlichen zu belassen, sondern selbst tätig zu werden.
Es wurden oder werden mehrere Aktionen durchgeführt, um dieses Problem in die Öffentlichkeit zu bringen:
Haupziel dieser Aktion ist es, die Autofahrer der Syrener Strasse auf die Gefahren für die Kinder auf der Syrener Strasse aufmerksam zu machen. Dazu wurde das Motto "Hei as mäi Schoulwee - Iwerlee" bzw. "Je vis ici - Ralentis" geprägt.
Dieses Projekt schlüsselte sich in mehrere Teilaktionen auf.
Die Schüler der 3. Klassen (cycle 3.1) wurden für diese Aktionen ausgewählt, da für diese Klasse keine sonstigen Aktionen zur Verkehrssicherheit auf dem Programm stehen. Wir bedanken uns ganz herzlich bei den Lehrerinnen Frau Cindy Reding und Frau Annick Daubenfeld, sowie dem Comité d'Ecole, dass sie dieser Aktion zugestimmt und sie unterstützt haben und die Schüler stundenweise für die Aktionen freigestellt haben.
Die Schüler der 3. Klassen sollten das Motto der Aktion in einer Zeichnung umsetzen. Im Rahmen des Malunterrichts sollte jeder Schüler dazu ein eigenes Bild anfertigen. Als Hauptpreis war ein Talkie-Walkie ausgeschrieben, alle anderen Teilnehmer erhielten Sicherheitsausrüstung (Speichenreflektoren) für das Fahhrad.
Der Vorstand der APE begutachtete die Bilder und wählte das Bild von Jason Wang als das Bestgeeignete aus. Sowohl die plakative farbliche Umsetzung als auch das Vorhandensein der Hauptelemente (Autos, Stress, Fussgänger, sogar Tiere) sowie die wirklichkeitsnahe Abbildung der örtlichen Gegebenheiten (rot hervorgehobene Fussgängerstreifen, Schutzpfähle entlang der Strasse, ...) gaben den Ausschlag für die Entscheidung der Jury.

Alle eingereichten Werke haben wir hier veröffentlicht.
Am 12.April 2010 fand eine kleine Siegerehrung statt. Präsidentin Nathalie Schlesser erklärte zunächst das Plakat, welches mit Hilfe der Grafikabteilung der Polizei entstanden ist. Ausserdem wurden die weiteren Aktionen erklärt.

Jason Wang aus Moutfort wurde mit einem Talkie-Walkie belohnt.

Die teilnehmenden Schüler mit Lehrerin Cindy Reding und APE-Präsidentin Nathalie Schlesser.
Am Dienstag, den 27. April fand eine Sensibilisierung der Autofahrer statt, welche die Syrener Strasse als Weg zur Arbeit benutzen. Eine Zählung vorab hatte ergeben, dass vor Schulbeginn innerhalb einer Stunde hier etwa 700 Wagen durchfahren. Konkreter konzentriert sich die Frequentierung der Strasse genau auf den Zeitraum, in dem unsere Kinder dort zur Schule unterwegs sind. Binnen 15 Minuten begegnet ein Schulkind auf diesem Strassenabschnitt etwa 250 Fahrzeugen!
In Zusammenarbeit mit der Police Grand-Ducale wurden zunächst Flugblätter erstellt, auf dem natürlich das Bild des Malwettbewerbs zusammen mit den Slogans, sowie den Logos von APE und Polizei, abgebildet waren. Wir bedanken uns bei der Presseabteilung der Police Grand-Ducale für die Unterstützung bei der grafischen Umsetzung und für den professionnellen Druck der Flugblätter.
Die Schüler der 3. Klassen welche in Contern wohnhaft sind, durften in Anwesenheit von Polizei und Vertretern der APE die Flugblätter an die Autofahrer verteilen. Zunächst wurden die Schüler mit Sicherheitwesten, Schirmmützen und Flyern ausgestattet und erhielten Anweisungen zur Vorgehensweise und zum korrekten Benehmen.


Anschliessend wurden die Autofahrer von den Polizeibeamten gestoppt und erste Flyer wurden unter der Anleitung der APE-Vorstandsmitglieder ausgehändigt.

Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase konnten die Flugblätter systematisch durch die 8 Schulkinder und die APE-Vorstandsmitglieder verteilt werden.

Die Reaktionen der Autofahrer waren meist freundlich, verständnisvoll oder zustimmend. Ein Autofahrer meinte gar, in seiner Ortschaft sei eine solche Aktion auch dringend notwendig. Leider waren einige Autofahrer durch den entstandenen Rückstau gereizt und reagierten ablehnend oder unwirsch.

Zum Abschluss stellten sich die acht stolzen Schulkinder, wie auch einige Vorstandsmitglider und die beteiligten Polizisten den Fotografen von Polizei und APE.


Auch in der Presse wurde über diese Aktion berichtet. Ein kurzer Bericht wurde ebenfalls im Fernsehen ausgestrahlt.
Im weiteren Verlauf der Woche durften alle Schüler der beiden Klassen an einer Geschwindigkeitskontrolle ("Radarkontrolle") mit den Beamten des Kommissariats Moutfort in Gruppen von jeweils 8 Schülern teilnehmen.
Zunächst erklärte ein Polizist den aufgeregten Schülern das Radar-Messgerät und dessen korrekte Handhabung.


Anschliessend wurde das Gerät auf einem Stativ an der Syrener Strasse aufgebaut und die Schüler durften die Geschwindigkeit der vorbeifahrenden Autos messen. Hier bestätigte sich, dass so mancher Autofahrer es mit der Geschwindigkeitsgrenze von 50 km/h nicht so genau nimmt. Allein am Freitag Nachmittag zwischen 15:15 und 15:45 Uhr konnten 4 Autofahrer erfolgreich mit überhöhter Geschwindigkeit (zwischen 57 und 69 km/h) gestoppt werden.





Für diese Autofahrer stand dann das normale Programm einer Polizeikontrolle auf dem Programm: Kontrolle der Fahrzeugpapiere, ggf. Nachfrage in der Zentrale (z.B. wenn nicht alle Papiere vorhanden waren), dann Erklärungen warum der Fahrer jetzt anhalten musste.


Ausnahmsweise, weil es sich um eine Sensibilisierungsaktion handelte, mussten die Autofahrer keine Strafe zahlen, sondern wurden scharf auf die Gefahren für die zahlreichen Kinder hingewiesen, und erhielten als "Andenken" das entsprechende Flugblatt ausgehändigt.

An verschiedenen Stellen in der Ortschaft Contern wird das Plakat unserer Aktion grossformatig über mehrere Wochen aufgestellt. Weiterhin wurden an den Beleuchtungsmasten die Plakate angebracht, um sich durch den Wiederholungseffekt beim Autofahrer einzuprägen. Hier bedanken wir uns bei der Gemeinde Contern für die Unterstützung durch die technischen Dienste.
Am Mittwoch, den 28. April 2010 fand eine Konferenz zum Thema Verkehrssicherheit statt. Titel der Konferenz war
Hier wurden verschiedene Themen von Herrn Thierry Mousel, Ingenieur für Sicherheitsstrategie der IEE S.A. behandelt:
Für diejenigen, die nicht an dieser interessanten Konferenz teilnehmen konnten, stehen hier die Transparente zum Herunterladen (5 MB !) bereit.